Klage gegen Online-Casinos: Fragen und Antworten

Veröffentlicht am 
8.11.2021
Online-Casinos

Spieler können jetzt ihre Online-Casino Verluste zurückholen. Denn Glücksspiel im Internet war in Deutschland lange illegal. Online-Casino Betreiber haben dieses Verbot allerdings lange ignoriert - und damit auf Kosten Tausender Milliarden verdient. In unserer kostenlosen Erstberatung konfrontieren uns Spieler, welche im Online-Casino teilweise viel Geld verloren haben, immer wieder mit folgenden Fragen:

  1. Kann man Geld von Online-Casino zurückfordern?
  2. Welche Online-Casinos waren illegal?
  3. Wie kann man Online-Casinos verklagen?
  4. War spielen im Online-Casino strafbar?
  5. Was kostet ein Verfahren?
  6. Wie erfahre ich wie viel ich verloren habe?
  7. Muss ich mich um die Post kümmern?
  8. Ist es ein Problem, wenn ich vorbestraft bin?
  9. Muss ich vor Gericht? 

In diesem Artikel wollen wir auf diese Fragen eingehen. Wenn danach noch Fragen offen bleiben oder Sie vom Online-Casino Geld zurück fordern möchten, können Sie uns auch gerne telefonisch kontaktieren. Unsere Erstberatung ist unverbindlich und kostenlos.

Kann man Geld von Online-Casino zurückfordern?

Ja. Das Anbieten von Glücksspiel im Internet war in Deutschland bis zum 1. Juli 2021 illegal. Daher können alle Verluste der letzten zehn Jahre zurückgefordert werden. Immer mehr Spieler klagen deshalb vor Gericht gegen die Online-Casinos. Die Gerichte haben bereits zahlreiche Urteile gegen die Casino Betreiber gefällt. Auch zahlreiche Medien haben darüber berichtet. In vielen Fällen sind die Betreiber auch vergleichsbereit und zahlen das Geld auch ohne Gerichtsverhandlung zurück, um negative Urteile gegen sich zu vermeiden.

Welche Online-Casinos waren illegal?

Alle. Nach Glücksspielstaatsvertrag war das Anbieten von Glücksspiel im Internet grundsätzlich verboten. Lediglich Sportwetten und staatliche Lotterien waren erlaubt. Casino- und Automaten-Spiele wie Blackjack, Poker, Roulette und Slots waren allesamt verboten. Zu den Anbietern zählten 888, Mr. Green, Lapalingo, Pokerstars, Bwin, Bet-at-home, Bet365, Partypoker, Casino Club, Drückglück, NetBet, Wunderino, All Slots, Royal Slots und viele weitere mehr. Vor Gericht berufen sich die Anbieter darauf, dass sie eine Glücksspiel-Lizenz im Land ihrer Herkunft (meistens Malta) hatten. Eine ausländische Glücksspiellizenz hat in Deutschland allerdings keinerlei Wert. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Lizenz von einem anderen EU-Staat ausgestellt wurde.

Wie kann man Online-Casinos verklagen?

Um Ihr Geld zurückzubekommen, müssen Sie einen Rechtsanwalt mandatieren. Ohne Anwalt ist die Wahrscheinlichkeit vom Online-Casino Geld zurück zu bekommen nur sehr gering. Auch Marketing-Dienstleister beauftragen letztlich einen Rechtsanwalt. Der Anwalt übernimmt dann alle erforderlichen Schritte für Sie. Im ersten Schritt prüft er Ihren Anspruch und fragt bei Bedarf Ihre Transaktionslisten und Spielübersichten bei den Casinos an. Im zweiten Schritt erhält das Casino ein außergerichtliches Forderungsschreiben. In zahlreichen Fällen sind die Betreiber vergleichsbereit und zahlen das Geld ohne Verfahren zurück. Scheitert dies, reicht der Rechtsanwalt bei Gericht Klage ein.  

War Spielen im Online-Casino strafbar?

Strafbar hat sich nur gemacht, wer auch wusste, dass Online-Glücksspiel illegal war. Die allermeisten Spieler wussten aber gar nicht, dass zocken im Internet verboten war – und müssen deshalb auch keine strafrechtlichen Folgen befürchten.

Was kostet ein Verfahren?

Wenn Ihr Verlust 10.000 € und mehr beträgt, kostet Sie ein Vorgehen gegen die Casino-Betreiber nichts. Sie vereinbaren lediglich mit dem seriösen Prozessfinanzierer Advofin, dass Sie 37 % der wiedererhaltenen Summe an diesen abtreten. Dafür tragen Sie keinerlei Risiko und haben keine Kosten.

Wie erfahre ich wie viel ich verloren habe?

Um gegen die Casinos klagen zu können müssen Sie genau wissen, wie viel Geld Sie verloren haben. Das ist für die meisten Spieler aber schwierig nachzuvollziehen. Die Casino-Betreiber sind nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) allerdings dazu verpflichtet, Ihnen Ihre Verluste mitzuteilen. Wenn Sie diese Auskunft nicht auf dem Online-Portal einsehen können, können Sie Ihre Transaktionslisten beim Casino-Betreiber anfragen. Antwortet Ihnen dieser nicht innerhalb von 30 Tagen, macht er sich schadensersatzpflichtig. Diese Anfrage stellt auch Ihr Rechtsanwalt für Sie.

Muss ich mich um die Post kümmern?

Die gesamte Kommunikation mit dem Casino-Betreiber, den gegnerischen Rechtsanwälten und dem Gericht läuft über Ihren Rechtsanwalt. Sie bekommen keinerlei Post und müssen keinerlei Fragen beantworten – das übernimmt alles Ihr Rechtsanwalt für Sie und informiert Sie per Mail oder telefonisch über den aktuellen Stand der Dinge.

Ist es ein Problem, wenn ich vorbestraft bin?

Zur Finanzierung ihrer Spielsucht haben sich manche Spieler wegen Betrugs, Diebstahl oder ähnlichen Delikten in der Vergangenheit strafbar gemacht und sind dafür verurteilt worden. Um erfolgreich gegen Online-Casinos vorzugehen, ist das allerdings nicht von Belang und wird Ihnen nicht vorgehalten.

Muss ich vor Gericht?

Wenn das Gericht ein persönliches Erscheinen anordnet, dann müssen Sie zur mündlichen Verhandlung erscheinen. Unsere Rechtsanwälte beraten Sie natürlich vor dem Termin und begleiten Sie zur Verhandlung. Die Termine dauern meist nur ca. 10 Minuten und sind für Sie nicht mit Aufwand verbunden.

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