BGH stärkt Verbraucherrechte im Diesel-Skandal

Veröffentlicht am 
25.5.2020
Diesel-Skandal

Mit Spannung war das erste Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zum VW Diesel-Skandal erwartet worden. Bislang hatte der größte europäische Automobilbauer Volkswagen eine höchstrichterliche und somit richtungsweisende Entscheidung durch fragwürdige Verzögerungs- und Verteidigungsstrategien zu verhindern gewusst. Das heutige Urteil ist daher nicht nur bahnbrechend für den Dieselskandal, sondern auch ein voller Erfolg für betroffene Verbraucher.

VW begeht Betrug an Kunden

Die obersten deutschen Zivilrichter haben entschieden, dass der VW-Konzern an seinen Kunden millionenfachen Betrug begangen hat. Die Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung, welche auf dem Prüfstand weniger giftige Stickoxide ausstößt als im realen Betrieb, stellt demnach eine sittenwidrige Täuschung dar und wurde vom BGH als “besonders verwerflich” bezeichnet.

Verbraucher bekommen Recht und Geld

Für die getäuschten Verbraucher bedeutet das Urteil des Bundesgerichtshofs, dass ihnen Schadensersatz in Milliardenhöhe zusteht. Konkret haben sie einen Anspruch darauf, dass ihnen Volkswagen den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstattet.

Wegweisendes Urteil

Mit diesem Urteil hat der Bundesgerichtshof Millionen geschädigter Verbraucher den Rücken gestärkt und den deutschen Zivilgerichten eine klare Leitlinie zu einer verbraucherfreundlichen Rechtsprechung gegeben.

ts

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